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Raiden Dx
PlayStation, Seibu Kaihatsu (1997)
Die Spiele der Raiden-Serie sind bereits in vielen Versionen fuer verschiedene Konsolen erschienen. Von diesen kann man Raiden Project fuer PSX wohl als die originalgetreueste Umsetzung von Raiden 1 und 2 bezeichnen. Es war einer der ersten Playstation-Titel und wahrscheinlich auch beim ein oder anderen ein Kaufgrund fuer die Konsole.

Raiden DX erschien geraume Zeit spaeter, in einer Phase, wo sehr viele 2D-Shooter fuer verschiedene 32bit-Konsolen veroeffentlicht wurden. Da es sich grafisch kaum von Raiden Project unterscheidet, waehrend viele der Konkurrenztitel mit Polygongrafik und Transparenzen lockten, einige davon Neuentwicklungen, von denen es keine andere Version gab, ging es ein wenig unter. Die (wenigen) Reviews damals sprachen von zu geringfuegigen Variationen, als dass ein Kauf sich lohnen wuerde, und ueberzeugten damit vermutlich nicht nur mich, obwohl damals schon grosser Raiden-Fan, dass das Spiele keiner naeheren Betrachtung beduerfe. Seitdem hat sich einiges getan. Die Zahl der Shooter-Neuveroeffentlichungen ist drastisch gesunken, das seinerzeit fuer Saturn angekuendigte Raiden Fighters wurde gecancelt, und Raiden DX erschien in einer 1.500Yen-(30DM)-Neuveroeffentlichung, bei der ich nicht Nein sagen konnte, und so habe ich mir das Spiel dann doch etwas naeher angeguckt. Und siehe da: so wenig und unbedeutend sind die Neuerungen gegenueber Raiden Project gar nicht. Das Autosave wurde verbessert, der Schwierigkeitsgrad laesst sich feiner kalibrieren, es gibt einen zusaetzlichen Darstellungsmodus, erspielbare Extras, abspeicherbare Replays, ein Soundmenu, in dem man die Musik vonViper Phase I und Raiden Fighters (!) als im Spiel hoerbar anwaehlen kann, Schiff- und Bombenzahl lassen sich verstellen, aber vor allem gibt es 3 verschiedene "Kurse", die das Ganze abwechslungsreicher gestalten. Im direkten Vergleich zu Raiden Project bekommt man zwar quasi ein Spiel weniger, dafuer ist dieses aber, so liesse sich zumindest argumentieren, abwechslungsreicher als die beiden Vorgaenger zusammen, die bis auf unterschiedliche Grafiksets und eine zusaetzliche Waffe in Raiden 2 nur wenige Unterschiede in Sachen Gameplay boten. Insbesondere unterscheiden sich die Kurse von Raiden DX in Bezug auf die Komplexitaet der Angriffsmuster. Waehrend auf dem leichtesten Kurs in klassischer Vertikal shooter-Tradition die meisten Gegner von oben kommen, wird man auf dem schwierigsten Kurs buchstaeblich von allen Seiten angegriffen. Diese Methode, den Schwierigkeitsgrad (der sich zusaetzlich noch in den Optionen verstellen laesst) auszuwaehlen, ist sicherlich um einiges interessanter, als herkoemmliche Parameter wie Projektildichte, Spielgeschwindigkeit oder Schiff-Anzahl zu verstellen. Erhebliche Verbesserungen wurden ausserdem beim Punktesystem angebracht. Die zentrale Formel bei den Vorgaengern lautete: am Ende jeden Levels gibt es Bonuspunkte, die sich aus der Multiplikation von im Level gesammelten Items und der Anzahl der uebrigbleibenden Bomben ergeben. Es gab dann zwar noch ein paar Secrets, und bei voll ausgebauter Waffe bekam man fuer jedes weitere Power-Up 5000 Punkte Extra, aber ansonsten lautete die einzige Methode, viele Punkte zu bekommen, viele Items sammeln, wenig Bomben benutzen und (natuerlich) lange ueberleben. Diese Elemente sind in Raiden DX selbstverstaendlich ebenfalls enthalten. Zusaetzlich gibt es aber den Effekt, dass Icons, die erscheinen, sehr schnell an Wert verlieren, wenn man sie nicht sofort aufsammelt, so dass man, um alles rauszuholen, aehnlich hektisch vorgehen muss wie bei Battle Garegga. Ausserdem gibt es, aehnlich wie bei den Raiden Fighters-Spielen, Bonuspunkte fuer eine hohe Abschussrate, und man wird in der Kategorie "Mut" eingestuft und bekommt z.B. umso mehr Punkte, je naeher man im Durchschnitt an den abgeschossenen Gegnern war. Es gibt also sehr viel mehr Spielraum, die eigene Leistung zu verbessern bzw. sich mit anderen darin zu messen. Die Highscores werden fein saeuberlich nach Difficulty, gewaehltem Kurs und 1/2 Player-Mode getrennt gespeichert, leider wird aber nicht beruecksichtigt, wieviele Bomben und Schiffe man eingestellt hatte.Technisch gibt es wie beim Vorgaenger so gut wie nichts zu bemaengeln, es gibt zwar keine Polygone, dafuer aber umso mehr Sprites, und alles laeuft schnell und fluessig. Nur aeusserst selten flackert mal etwas, ansonsten ist die Grafik erneut sehr detailverliebt, mit unzaehligen herumfliegenden Truemmerteilen nach Explosionen, die Brandloecher in den Boden reissen, einigen versteckten Gags und ganz brauchbaren Animationen. Die Endgegner sind weitgehend gleich geblieben und haben nur etwas Feintuning bekommen: zu leichte Phasen wurden aufgepeppt, zu unfaire Angriffsmuster etwas entschaerft. Alles folgt etwas schneller und nahtloser aufeinander, ohne grosse dramatische Pausen, in denen man Tee trinken gehen kann (von den kurzen Ladezeiten mal abgesehen). Die Entwicklung hin zur Raiden Fighters-Serie zeichnet sich bereits ein wenig ab.

Fuer wen ist Raiden DX ein guter Kauf? - Wem es vor allem um ein komplexes Waffensystem, imposante Endgegner und eine hohe Durchspielschwierigkeit geht, der sollte sich nach wie vor eher woanders umsehen. Wer Spiele im Raiden-Stil mag und sich aber fuer einen der beiden Playstation-Titel entscheiden moechte, dem kann man folgendes sagen: die Historizitaet der Raiden-Spiele wird in Raiden Project besser dokumentiert, Raiden DX ist dagegen eher ein zukunftsorientierter Titel mit vielen Detailverbesserungen, gerade was die Langzeitmotivation angeht, der aber eher an Bedeutung verlieren koennte, sofern irgendwann ein Raiden Fighters-Teil fuer eine Konsole erscheint, weil viele der Neuerungen dort noch konsequenter umgesetzt wurden/werden duerften.
90%
Manuel Stahl, 11.05.2001

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