Hallo Gast!

Username:
Passwort:
Autologin?
Noch nicht registriert?
Klicke hier um dich auf Triggerzone zu registrieren.


Screenshots












Border Down
Sega Dreamcast, G-Rev (2003)
Die Story von Border Down spielt in ferner Zukunft, die Menschheit hat den Mars kolonisiert und bewohnbar gemacht. Eines Tages fallen Aliens ?ber den Mars her, die Invasoren werden "F.A." (First Approach) genannt.

Um die Angreifer zur?ckzuschlagen, wurde das "R.A.I.N." System (Remote Artificial Intelligence Network System) entwickelt. Dabei wird das Gehirn eines erfahrenen Piloten in den Computer des hochentwickelten Kampschiffes "Antares" geladen. Dieses System soll nun getestet und in weiterer Folge im Kampf eingesetzt werden.

<b>Das Spiel</b>

Border Down ist ein bis ins letzte Detail perfekt designtes Horizontal Shoot'em Up der noch relativ jungen Firma "G.Rev Ltd." (G.Rev wurde von Ex-Taito Mitarbeitern gegr?ndet). Dies er?ffnet sich dem Spieler allerdings erst beim wiederholten Spielen. Mutet das Leveldesign beim ersten Anspielen noch etwas langweilig und ziemlich schwer an, so merkt man bei jedem weiteren Versuch, wie viele Gedanken sich die Spieldesigner gemacht haben - alle Feindformationen sind perfekt aufeinander abgestimmt, unmotiviert auftauchende Aliens sucht man vergebens. Auch die Endgegnerk?mpfe sind sehr ausgekl?gelt, bei jedem findet man nach einiger ?bung die richtige Taktik und wei? mit der Zeit, in welcher Situation man an welcher Stelle des Bildschirms gerade nicht getroffen werden kann. Border Down bietet so eine tolle Harmonie zwischen modernem Shooter-Design (hohes Feindaufkommen, hoher Bulletcount, M?glichkeit auf Score zu spielen) und traditionellen Designst?rken ? la R-Type. So kann z.B. beim zweiten Endgegner zuerst die zielsuchende Waffe am oberen Bildschirmrand zerst?rt werden, um sich dann an genau derselben Stelle zu verstecken, wenn er mit seiner Klaue Gescho?e weitl?ufig ?ber den gesamten Bildschirm verteilt. Oder aber auch der Zwischenboss in Level 4, der unvollrichteter Dinge wieder abzieht, wenn man sich vor seinen Sch?ssen im rechten, unteren Eck versteckt hat. Bei der ersten Stufe des f?nften Bosses kann man sich gar hinter einer Mauer verstecken und abwarten, bis er sich selbst zerst?rt hat. Border Down fordert somit nicht nur schnelle Reaktionen, sondern auch ein hohes Ma? an Taktik und Strategie.

Wenn man das Spiel l?ngere Zeit gespielt und sich f?r jedes Level die passende Strategie zurechtgelegt hat wird es Zeit, sich eingehender mit dem Punktesystem auseinanderzusetzen. Will man n?mlich in die alternativen Endlevel (insgesamt vier St?ck) kommen, muss man seine Spieltaktik noch weiter ausfeilen. Jedes Level besitzt eine Punktevorgabe, die es zu schlagen gilt. Erst wenn man in mindesten vier Stages diese Vorgabe erreicht und mindestens 50 Prozent des Spiels in einer Border geblieben ist, bekommt man die M?glichkeit, zu einer der anderen Endsequenzen vorzusto?en. Diese Vorgaben scheinen anfangs utopisch hoch zu sein, aber der findige Spieler entdeckt bald Methoden, die Score in astronomische H?hen zu treiben (genaueres siehe "<b>Taktik</b>").

Die Levels sind grafisch toll gerendert und besonders im Hintergrund geht oft die Post ab (z.B. spektakul?re Weltraumschlacht in Stage 3), man merkt, dass G.Rev die Naomi Hardware voll im Griff haben. Stellenweise wirkt die Grafik etwas farbarm, was aber auf das "metallische" Setting zur?ckzuf?hren ist. Die Grafikengine bleibt auch im gr??ten Kugelhagel fl?ssig, Slowdowns sind fast nie zu bemerken.

Die leicht jazzig angehauchte Musik ist ein Unikum im Shooter-Genre und tr?gt sehr zum einzigartigen Spielerlebnis bei (wenn sie auch vielleicht etwas gew?hnungsbed?rftig ist).

Zus?tzlich zum Arcade-Mode befindet sich noch ein Remix-Modus, mit h?herem Gegneraufkommen und leicht ge?ndertem Leveldesign auf der DC-GD.

<b>Spielprinzip</b>

Bei Border Down gibt es zwei Waffen: ein starker Schuss nach vorne und ein schw?cherer, zielsuchender Schuss. Au?erdem gibt es noch die Extrawaffe, einen geb?ndelten Laserstrahl nach vorne. Mit diesem Laser kann man ?brigens auch feindliche Sch?sse zerst?ren, au?erdem ist man in der Zeit, in der er aktiv ist, unverwundbar. Unge?bte Spieler k?nnen ihn also auch bewusst als Schutzschild in brenzligen Situationen einsetzen. Die beiden Hauptwaffen laden sich selbstst?ndig auf, je mehr Gegner man zerst?rt, desto schneller geschieht das. Insgesamt gibt es 5 Waffenlevel. Wenn man den Laser einsetzt, verliert man sofort ein halbes Waffenlevel, je l?nger er aktiv ist, desto mehr Waffenpower verliert man. Ist man ganz unten in Level 1 angekommen, kann man den Laser nicht mehr einsetzen.

Bei Border Down hat man keine Leben im herk?mmlichen Sinn. Zu Beginn des Spiels kann man sich aussuchen, auf welcher Border man beginnen m?chte (Green, Yellow oder Red). Verliert man nun ein Leben, wird man eine Border hinuntergesetzt, stirbt man in Border Red ist das Spiel zu Ende. Die drei Borders symbolisieren jeweils drei unterschiedliche Routen durch jedes Level, man sollte sich also nicht wundern, wenn man sich bei Verlust eines Lebens pl?tzlich an einer v?llig anderen Stelle befindet. Schafft man in einer Stage die vorgegebene "Norm" Punktzahl (wie man hohe Punktezahlen erreicht, wird im Abschnitt "<b>Taktik</b>" erkl?rt), kann man wieder eine Border aufsteigen. Der Schwierigkeitsgrad des Spiels variiert ?brigens auch, je nachdem wie gut oder schlecht man spielt. Wenn man eine ganze Stage in einer Border bleibt, erh?ht sich der Schwierigkeitsgrad. Es ist also empfehlenswert, pro Stage einmal absichtlich zu sterben, um es im n?chsten Level etwas einfacher zu haben.

<b>Taktik</b>

Um in eines der alternativen Endlevels zu gelangen, muss man mindestens 50 Prozent des Spiels auf derselben Border gespielt haben. Au?erdem muss man in vier der ersten f?nf Level die "Norm" Punktezahl erreichen.

Der Spieler erh?lt Bonuspunkte, wenn er dem Levelboss genau nach Ablauf der Zeit (also wenn der Counter auf Null Sekunden steht) den Rest gibt. Jede Sekunde im Plus oder im Minus bringt Punkteabzug. Auch vervielfacht sich die Punktezahl, die man f?r alle abgeschossenen Feinde bekommt, je mehr Hits man mit der Extrawaffe davor erreicht hat. Dabei z?hlen auch die vergl?hten gegnerischen Sch?sse als Hits. Im Klartext schie?t man dem Endgegner also einen Gro?teil seiner Energie weg und geht dann in Wartestellung. Ergibt sich dann die Situation, dass er gerade sehr viele Sch?sse abfeuert und der Counter sich Null n?hert, versucht man mit dem Laser alle Geschosse "einzusammeln" und den Endgegner gleichzeitig den Rest zu geben. Hat man ihn so bei einem Hitcounter von 200 Hits oder mehr ins Nirwana bef?rdert, schnellt die Score in ungeahnte H?hen. Im Optionsmen? gibt es ?brigens die M?glichkeit, bereits geschaffte Levels von einem Profispieler als Video anzusehen. So kann man sich einiges abschauen, wenn man trotz guter Taktik noch immer nicht die Vorgabe erreicht hat.

Auch in den Levels sollte man nach Stellen suchen, in denen man den Hitcounter nach oben treiben kann. Das sind entweder Stellen, in denen Feinde kommen, die den gesamten Bildschirm mit Sch?ssen bedecken oder aber auch Stellen, an denen sich dem Spieler besonders gro?e Gegner in den Weg stellen. Feuert ein Gegner ebenfalls einen geb?ndelten Laser ab, ist es die beste Taktik, diesem nicht auszuweichen, sondern mit dem eigenen Laser dagegenzuhalten. Dies entzieht dem Feind einerseits viel mehr Energie, als wenn man nur so mit dem Laser auf in schie?t, andererseits steigt der Hit-Counter. Je weiter man ?brigens von ihm entfernt steht, desto mehr Hits bekommt man. Im Umkehrschluss ist er auch nicht ganz so schnell zerst?rt.

Wenn man plant, den ?berwiegenden Teil des Spieles in der Border "Yellow" oder "Red" zu spielen, kann man jedes Level ein oder zwei Borders h?her starten und sich dann so oft t?ten lassen, bis man in der gew?nschten Border ist. Die "Norm" Punktezahl richtet sich n?mlich danach, in welcher Border man das Level urspr?nglich begonnen hat (je h?her, desto weniger).

Um beim Endgegner eine noch h?here Score zu erreichen, sollte man sich kurz vor dessen Ableben t?ten lassen, da man in niedrigeren Borders mehr Punkte bekommt (Beispiel: Der Spieler befindet sich in Border "Green" und t?tet sich absichtlich, um auf "Yellow" zu kommen. Auf "Yellow" wird der Boss get?tet, um mehr Punkte zu bekommen. Da man jetzt hoffentlich die "Norm" geschafft hat, kann man sofort wieder auf "Green" zur?ckwechseln.).

Wie kommt man nun genau in die alternativen Endlevel?
Um in Stage 6A zu kommen, gen?gt es, die ersten f?nf Level geschafft zu haben, ohne auf Borders oder Punktezahlen geachtet zu haben. Stage 6B erreicht man, indem man 50 Prozent des Spiels auf "Green" gespielt hat und in vier Stages die "Norm" erreicht hat. Mit den Stages 6C und 6D verh?lt es sich genau so, nur da? man 50 Prozent auf "Yellow" bzw. "Red" gespielt haben muss.

Die Endsequenz bekommt man ?brigens nur zu Gesicht, wenn man den letzten Endgegner auch tats?chlich besiegt (im Gegensatz zu den vorherigen, bei denen es auch reicht, die Zeit bis minus drei?ig Sekunden verstreichen zu lassen).

<b>Fazit</b>

Border Down ist ein perfekt durchdachtes Spiel, das auch technisch einwandfrei ist. Das Leveldesign ist zeitgem??, erinnert aber gleichzeitig an Klassiker wie R-Type, hinter dem es sich ?brigens nicht zu verstecken braucht.
Gemeinsam mit Ikaruga ist Border Down sicher das beste Kaufargument f?r einen Dreamcast.
Thomas H?ger, 04.03.2008

4197 Mal gelesen

Links    Impressum
Play-Asia.com - Shikigami no Shiro III